Trikopter

Kein Helikopter – sondern ein Trikopter

…Vorreiter der Drohne
Nie würde ich es wagen einen Helikopter selber zu bauen, doch in einer Ausgabe von Elektro-Modellbau stolperte ich über einen interessanten Bericht, wie ein Tricopter selber gebaut werden kann.
Seit Längerem war die Zeit reif für ein neues, grosses Projekt: Ein spannendes Projekt, wo am Anfang noch vieles Unklar ist…

Ein Video beim Start aus dem Hangar

 
Ein Trikopter wird ähnlich geflogen wie ein Hubschrauber
Pitch (steigen, sinken)

Höhenänderungen werden mit Drehzahländerungen aller Motoren vorgenommen. Für den Schwebeflug sollte 1/3 Schubleistung reichen. Die restlichen 2/3 Leistung werden für den Steigflug, sowie Korrekturen der Fluglage benötigt.

Nick (vor, zurück)

Mit einer Drehzahländerung des Heckmotors werden Nick-Bewegungen möglich. Wenn der Heckmotor schneller dreht, wird das Heck angehoben und der Trikopter fliegt nach vorne. Wird die Drehzahl des Heckmotores reduziert, sinkt das Heck ab: Der Trikopter fliegt retour.

Gier (Richtungsänderung um Hochachse)

Im Gegensatz zu den beiden fix montieren Motoren vorne, befindet sich der Heckmotor auf einer beweglichen Achse. Mithilfe eines Servos kann der Motor auf der Achse abgekippt werden.  So werden Richtungsänderungen möglich.

Rollen (um Längsachse)

Kurven können leichter (und schöner) geflogen werden, wenn der Trikopter vor der Richtungsänderung leicht auf die entsprechende Seite gerollt wird. Die Rollbewegung wird mit den beiden Frontmotoren realisiert. Dabei wird die Drehzahl des einen Motors leicht reduziert, der andere Motor wird leicht beschleunigt.

Zusätzlich zu all diesen Richtungsänderungen muss die Regelelektronik Umwelteinflüsse (Wind, unterschiedliche Luftschichten…) ausgleichen und dafür sorgen, dass das Modell jederzeit ‚richtig‘ in der Luft liegt. Abweichungen der Fluglage werden von verschiedenen Sensoren aufgenommen, umgerechnet und durch eine Drehzahländerung der Motoren korrigiert.  Ich habe verschiedene Steuerboards ausprobiert. Die besten Ergebnisse hatte ich mit dem Easy-Wii vom Multicoptershop.

Weiter muss beachtet werden, dass
sich der Schwerpunkt exakt im Schnittpunkt der drei Ausleger befindet. Diese Regel muss auch eingehalten werden, wenn zusätzliche Komponenten (Kamera, GPS, FPV…) angebracht werden.
zwei Motoren ’normal‘ drehen, während ein Frontmotor links dreht. So wird das Modell ruhiger. Beim links-drehenden Motor muss ein spezieller Propeller verwendet werden. Vor dem Kauf prüfen, ob der gewünschte Propeller in beiden Varianten (links- und rechtsdrehend) lieferbar ist.

 

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